{"id":2395,"date":"2014-11-07T20:05:35","date_gmt":"2014-11-07T19:05:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.petra-busch.de\/pb\/?p=2395"},"modified":"2014-11-07T20:13:35","modified_gmt":"2014-11-07T19:13:35","slug":"vom-elektronisches-manuskript-zum-gedruckten-buch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.petra-busch.de\/pb\/?p=2395","title":{"rendered":"Vom elektronisches Manuskript zum gedruckten Buch"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2342\" alt=\"Busch_ Das L\u00e4cheln des B\u00f6sen\" src=\"http:\/\/www.petra-busch.de\/pb\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Busch_neu1-197x300.jpg\" width=\"197\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.petra-busch.de\/pb\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Busch_neu1-197x300.jpg 197w, https:\/\/www.petra-busch.de\/pb\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Busch_neu1-675x1024.jpg 675w, https:\/\/www.petra-busch.de\/pb\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Busch_neu1.jpg 1474w\" sizes=\"(max-width: 197px) 100vw, 197px\" \/><\/p>\n<p>Manchmal werde ich gefragt, warum Manuskripte schon vier bis sechs Monate vor Erscheinen des Buches abgegeben werden m\u00fcssen. Der Grund ist ganz einfach: Zwischen 400 und 450 Seiten sind nicht mal nebenbei lektoriert, redigiert, gesetzt, korrekturgelesen, gedruckt, gebunden und an die Buchhandlungen ausgeliefert.<\/p>\n<p><em style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">Das L\u00e4cheln des B\u00f6sen<\/em><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\"> ist seit einer Woche im Lektorat. 438 Normseiten habe ich abgegeben, das sind 1.800 Zeichen Satzspiegel pro Seite \u2013 inklusive Leerzeichen. Meine erprobte Lektorin und Redakteurin Ilse Wagner liest, korrigiert Tippfehler und macht bei einigen Formulierungen Variationsvorschl\u00e4ge. Dramaturgische \u00c4nderungen gab&#8217;s bisher noch bei keinem meiner B\u00fccher \u2013 und so hoffe ich, dass auch dieses Mal Handlung und Figuren stimmig bis zum Schluss angelegt sind.<\/span><\/p>\n<p>Parallel entsteht der U4-Text. Das ist das, was hinten auf dem Buch steht (Umschlagseite 4 also): ein Kurztext, der anrei\u00dft, um was es geht, nat\u00fcrlich nicht zu viel verr\u00e4t und die Leser zum Kaufen animieren soll ;) Erg\u00e4nzt wird dieser meist durch Zitate aus Rezensionen der Vorg\u00e4ngerb\u00fccher. Beliebt sind auch sogenannte Quotes: ein oder zwei S\u00e4tze eines renommierten Kollegen, der bereits das neue oder andere B\u00fccher kennt und seine Meinung dazu knackig auf den Punkt bringt.<\/p>\n<p>Kommt die Datei aus dem Lektorat an mich zur\u00fcck, dann lese ich alles erneut und f\u00fchre die \u00c4nderungsvorschl\u00e4ge der Lektorin aus \u2013 oder auch nicht :) Dann geht&#8217;s zum Verlag zur\u00fcck und wird gesetzt. Was ich im n\u00e4chsten Schritt erhalte, sind die Druckfahnen, auch Korrekturabzug genannt: ein fetter Stapel DIN-A-4-Bl\u00e4tter mit dem Ausdruck des quasi fertigen, aber noch nicht auf das endg\u00fcltige Format gebrachten Buches. Diesen Stapel darf ich mir dann etwa acht bis zehn Tage zu Gem\u00fcte f\u00fchren.<\/p>\n<p>Das ist sp\u00e4testens der Zeitpunkt, zu dem ich das Buch nicht mehr sehen kann \u2013 zugleich aber die letzte Chance habe: Wort f\u00fcr Wort wird gelesen und letzten Fehlerteufelchen der Garaus gemacht. Umstellen und umschreiben geht hier nicht mehr &#8211; Umbr\u00fcche, Abschnitte und Seiten sind bereits fix festgelegt. Gleichzeitig liest auch im Verlag ein Korrektor gegen, was richtig uns sinnvoll ist, \u00a0weil viele Verlage so manch eigene Variante zur neuen Rechtschreibung realisieren. Der Setzer f\u00fchrt die letzten kleinen Korrekturen von mir und dem Verlagskorrektor aus. Jetzt geht nichts mehr. Au\u00dfer \u2026<\/p>\n<p>\u2026 warten. <em>Das L\u00e4cheln des B\u00f6sen<\/em> erscheint am 1. M\u00e4rz 2015. Und irgendwann kurz vorher wird der Postbote \u00e4chzend einen gro\u00dfen Karton die Treppe heraufschleppen und ich die Belegexemplare auspacken. Eint\u00fcten werde ich dann gleich die Thriller f\u00fcr meine Testleser und Unterst\u00fctzer. Mit Widmung nat\u00fcrlich. Und Leckerlis.<\/p>\n<p>Aber erst mal kommt noch Weihnachten ;-)<\/p>\n<p>Und Cover und Titel? Die stehen schon lange fest!<\/p>\n<p>Viele Monate vor dem Abgabetermin gestaltet eine Agentur das Cover. F\u00fcr meine Romane ist das Team von &#8222;Zero&#8220; in M\u00fcnchen da. Den Buchtitel schl\u00e4gt in der Regel der Autor als &#8222;Arbeitstitel&#8220; vor. Das letzte Wort dazu hat aber der Verlag \u2013 der den Tiel unter anderem nach Marketingaspekten absegnet oder kippt. Es ist also oft so, dass die Titel der B\u00fccher gar nicht vom Autor sind. Was auch ich nicht wusste, bevor ich vor f\u00fcnf Jahren mein Deb\u00fct &#8222;Schweig still, mein Kind&#8220; mit dem Droemer Knaur-Verlag verwirklicht habe. Und von Anfang an hatte ich Titelgl\u00fcck: Aus meinen vier Arbeitstiteln wurden vier Romantitel.<\/p>\n<p><em>\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Manchmal werde ich gefragt, warum Manuskripte schon vier bis sechs Monate vor Erscheinen des Buches abgegeben werden m\u00fcssen. Der Grund ist ganz einfach: Zwischen 400 und 450 Seiten sind nicht mal nebenbei lektoriert, redigiert, gesetzt, korrekturgelesen, gedruckt, gebunden und an die Buchhandlungen ausgeliefert. 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